Biografie
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Das Beste und die sechs Studio-Alben in neuer Abmischung – prominente Remixer in der Download-Version
Hätten Sie’s gedacht? Vier Dekaden nach ihrer Gründung sind The Doors auch wieder ein Fall für ein Publikum, das noch gar nicht auf dieser Welt war, als die Band um den charismatischen Sänger und Texter Jim Morrison zum kreativen Höhenflug ansetzte. Mehr als 35 Jahre nach seinem frühen Ableben sind immerhin ein Drittel aller Doors-Käufer noch keine 30 Jahre jung. Nach der umfassenden 6-CD-Box-Werkschau „Perception“ ermöglicht „The Very Best Of The Doors“ nun einen komprimierten Blick auf eine der waghalsigsten und einflussreichsten Formationen der Rock-Geschichte. Parallel dazu werden sämtliche Studioalben der Band, sechs an der Zahl, neu aufgelegt, natürlich remastered und mit bisher unveröffentlichtem Bonus-Material bestückt. Das ist nicht zu toppen? Doch, ist es. Denn die Digital-Download-Varianten der beiden Best Of-Koppelungen warten mit der Doors-Interpretation solch’ gefeierter Remixer wie Paul Oakenfold, Adam Freeland und Crystal Method auf.
„The Very Best Of The Doors“ erscheint in einer einfachen CD-Version mit 20 Titeln sowie als Doppel-CD mit 34 Songs. Beide Formate bringen Klassiker wie u.a. „Break On Through“, „Hello, I Love You“, „Riders On The Storm“ und natürlich das Ödipus-Drama „The End“, das auf der Doppel-CD auch in der ungeschnittenen Langfassung zu hören ist. Sämtliche Tracks wurden neu abgemischt, von den Doors selbst und von Bruce Botnick , der einst als Techniker und Produzent vor Ort war. „Wir wollten“, erklärt Keyboarder Ray Manzarek, „dass die alten und die neuen Fans das zu hören bekommen, was wir entdeckt haben, als wir die Multi-Track-Aufnahmen abhörten. Da gibt es Background-Gesang von Jim und Piano von mir und Soli von Robby Krieger, die auf den Original-Aufnahmen fehlten und hier zum ersten Mal zu hören sind. Wir haben nur die beste Technik eingesetzt, um diese CD’s auf dasselbe Sound-Level zu bringen, das wir genießen durften, als wir diese Songs aufgenommen haben. Und wir laden alle Fans ein, jetzt auch ein Teil davon zu werden.“
Für die Digital-Variante hat Paul Oakenfold „L.A Woman“ remixt, während sich Adam Freeland an „Hello I Love You“ versucht. Interaktive Booklets und exklusive Interviewauszüge komplettieren das üppige Download-Paket, während die Doppel CD-Variante in einer limitierten 40th Anniversary-Edition erscheinen wird, die auf einer Bonus-DVD die Doors 30 Minuten Live in Europe präsentiert.
Die sechs Studio-Alben der Doors werden erstmals als Einzel-CD sowie als Download-Ausgabe veröffentlicht, auch diese natürlich neu abgemischt und mit Bonus-Material versehen. Das schlicht „The Doors“ betitelte Debüt der Band aus dem Jahre 1967 brachte auf Anhieb kreativen Wagemut und kommerziellen Erfolg zusammen. „Light My Fire“ hieß die No.1-Single, das Album hielt sich zwei Jahre in die Charts und wurde mit Doppel-Platin ausgezeichnet. In der Raritäten-Ecke warten eine bisher unveröffentlichte Version von „Indian Summer“ sowie zwei frühe Takes von „Moonlight Drive“, ein Song, der erst auf dem Nachfolger veröffentlicht wurde.
Der hieß „Strange Days“ und brachte mit „People Are Strange“ einen Top 20-Hit. Bisher ungehörte Takes dieses Songs und von „Love Me Two Times“ geben einen Einblick in die Studioarbeit der Band. Das nächste Album „Waiting For The Sun“ brachte 1968 mit dem unwiderstehlichen „Hello, I Love You“ den zweiten No1-Hit für die Doors, setzte aber auch auf dunklem Terrain starke Akzente. Als Bonus-Material warten bisher unveröffentlichte Studio-Dialoge, zwei verschiedene Takes von „Not To Touch The Earth“, die Doors-Interpretation von Tommas o Albinoni’s Klassik-Komposition „Adagio In G Minor“ sowie das 17-minütige Epos „Celebration Of The Lizard“ als work-in-progress.
Auf „The Soft Parade“ experimentierten die Doors 1969 mit Streichern und Bläsern – und landeten damit immerhin den Top 5-Hit „Touch Me“. Ein bisher unveröffentlichter Take dieser Single , das bisher ungehörte „Push Push“ sowie jeweils zwei Takes von „Whiskey, Mystics And Men“ und „Who Scared You“ locken in der gut bestückten Bonus-Abteilung. „Morrison Hotel“ wurde im Jahr darauf kurz nach dem Zwischenfall in Miami veröffentlicht, als Jim Morrison seine Hose ein bisschen zu weit öffnete und deshalb estgenommen wurde. Mit Knallern wie „Roadhouse Blues“ schlug die robust zurück. Nicht weniger als acht bisher unveröffentlichte Takes dieses Songs finden sich im reichhaltigen Material, dazu neue Versionen von „Peace Frog“und „The Spy“, das kontroverse „Money Beats Soul“ sowie ein kurzer Sturmlauf durch Chuck Berry’s „Carol“. Wenige Monate nach dem frühen und nach wie vor mysteriösen Tod von Jim Morrison in Paris wurd e 1971 „L.A. Woman“ veröffentlicht. Mit den Doors-Klassikern „Love Her Madly“ und „Riders On The Storm“ war der Sänger und Texter noch mal zu großer Form aufgelaufen. Als Bonus-Tracks der Neuauflage gibt die „Orange County Suite“ und „(You Need Meat) Don’t Go No Further“.
Schon im letzten November hatten die Doors die Veröffentlichung von „Perception“ und des Buches „The Doors By The Doors“ mit einer spektakulären Block Party auf dem Sunset Strip gefeiert, wo die Karriere der Band vor 40 Jahren in drei legendären Clubs ihren rasanten Lauf nahm. Erstmals überhaupt hatte für dieses Event sogar die Rock And Roll Hall Of Fame ihre heiligen Hallen in Ohio verlassen, um eine Vorschau auf die spektakuläre Ausstellung „Break On Through – The Lasting Legacy Of The Doors“ zu ermöglichen, die Ende Mai in Cleveland eröffnet wird. Gut zwei Monate vorher werden nun auch europäische Fans der Band in den Genuß einer ähnlichen Sause kommen, die am 19. März über drei Bühnen im Londoner Stadtteil Camden gehen wird. Im Dingwall’s werden Ray Manzarek und Robby Krieger mit ausgewählten Gästen fünf Doors-Klassiker spielen. Derweil wird Schlagzeuger John Densmore seine Sticks im Schrank lassen und stattdessen in The Enterprise Gedichte und Texte von den Doors und Jim Morrison lesen. Last but not least wird sich bestimmt auch viel Prominenz ein Stelldichein bei der Video-Werkschau in der Proud Gallery geben.
Doch damit noch nicht genug.
Auch der veröffentlichten Meinung werden die Doors-Musiker anlässlich der Veröffentlichung von „The Very Best Of The Doors“ jeweils einzeln Rede und Antwort stehen. Telefon-Interviews sind bereits jetzt möglich; persönlich werden Ray Manzarek, Robby Krieger und John Densmore dann in London und danach zur Verfügung stehen. Bestimmt können sie aus ihrer Perspektive erklären, warum die Doors auch 40 Jahre nach ihrer Gründung eine ungebrochene Faszination auch auf viele jüngere Rock-Fans ausüben. Kann es ein befriedigenderes Fazit dieser kurzen, aber fulminanten Band-Karriere geben?
